Auf der Suche nach der Zukunft der Arbeit…

—- Gastblogpost von Stefan Menzel, derzeit Praktikant im Bereich Konzernpersonal bei der Otto Group —-

Versandhändler im betahaus

Am 13. und 14. Mai trafen sich Geschäftsführer und Personalverantwortliche deutscher Versandhandelsunternehmen im Rahmen ihres Arbeitskreises Personal unter dem Dach des Bundesverbandes des deutschen Versandhandels (bvh) im betahaus in Hamburg, um sich über aktuelle Trends und Herausforderungen der Branche auszutauschen. Der Ort war bewusst gewählt, ging es doch schwerpunktmäßig um die Frage, wie die „Zukunft der Arbeit“ aussehen wird und wie Unternehmen mit diesen Herausforderungen umgehen können. Genau zu diesem Thema war auch Prof. Dr. Axel Haunschild von der Universität Hannover als Referent zu Gast.

Prof. Haunschild zeigte aus wissenschaftlicher Sicht auf, wie sich die Arbeitswelt im Laufe der Geschichte immer wieder veränderte und auch derzeit vor einem neuen Sprung steht.  Die durch die Digitalisierung entfachte Dynamik bringt neue, veränderte Möglichkeiten mit sich, die sich immer mehr auch auf das Arbeitsumfeld auswirken. Dies äußert sich vor allem in veränderten Ansprüchen der Arbeitnehmer aber auch mit neuen Anforderungen seitens der Arbeitgeber. Teilweise treffen hier auch paradoxe Entwicklungen aufeinander, auf die es unternehmerisch adäquat zu reagieren gilt. So wird beispielsweise Flexibilität eingefordert, gleichzeitig aber auch die Forderung nach Loyalität und Identifikation gestellt, um nur ein Beispiel der spannungsgeladenen Entwicklungen aufzuzeigen. Diese Widersprüche aufzulösen ist eine Herausforderung an alle Unternehmen gleichermaßen. Standardlösungen und Instrumente scheinen nicht einfach ableitbar, was bedeutet, dass neue, individuelle Lösungen entwickelt werden müssen. Hier scheint einiges an Pionierarbeit zu leisten zu sein. „Wie wollen wir ARBEITEN?“ ist eine Frage, die sich immer mehr Arbeitnehmer stellen – und die sie immer kreativer für sich beantworten – und auf die Unternehmen eine Antwort finden müssen, ohne allerdings aus den Augen zu verlieren, auch für sich die Frage „Wie wollen wir ARBEITEN LASSEN?“ zu beantworten.

Für diese Diskussion bot das betahaus als Co-Working-Space einen mehr als würdigen und äußerst inspirierenden Rahmen. Nach typischer betahaus-Philosophie gesellten sich während des Vortrags zu den Mitgliedern des Arbeitskreises auch einige betahaus-User, die mit aktiven Beiträgen die anschließende Diskussion bereicherten und diesem Treffen einen ganz neuen Akzent gaben. Es hat sich einmal mehr bewiesen, dass Netzwerken funktionierte, neben Ideen wurden auch Kontaktdaten ausgetauscht und ich bin mir sicher, dass sich aus diesem Kennenlernen noch das eine oder andere neue Projekt gemeinsam entwickelt werden wird.

Die Stimmung insgesamt war offen und herzlich. Für mich war es vor allem beeindruckend, wie zwei Welten, die auf den ersten Blick so unterschiedlich sind, so schnell zusammenfinden und gemeinsame Erkenntnisse entwickeln. Als Student im Schwerpunkt Human Resources war es spannend an diesem interaktiven Austausch von Wissenschaft und Praxis teilzunehmen.

Dieser Blog-Eintrag stammt von Stefan Menzel. Er ist derzeit Praktikant im Bereich Konzernpersonal bei der Otto Group und an allen Themen und aktuellen Entwicklungen im Bereich Personal interessiert. Erreichbar ist er auf Xing

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